Sohn eines reichen Baumwollpflanzers, Rechtsanwalt, Vater von 14 Kindern (aus zwei Ehen). Tyler war der letzte waschechte Südstaaten-Aristokrat im Weißen Haus, gleichzeitig der erste Präsident, der nicht gewählt worden, sondern als Vizepräsident durch den Tod des Vorgängers in das höchste Amt aufgerückt war. Abgestoßen von Jackson und seiner Politik, hatte er sich in der 1830er Jahren Henry Clays Whigs angeschlossen und war von ihnen zum Vizepräsidenten Harrisons nominiert worden, um die Wahlchancen der Whigs im Süden zu verbessern, ohne dann allerdings als Präsident ihre Erwartungen zu erfüllen: Wie einst Jefferson für das Sezessionsrecht der Einzelstaaten und gegen zu starke Bundeshoheit eintretend, verhinderte er durch sein Veto die Neugründung der von Jackson zerschlagenen Nationalbank. Daraufhin traten, abgesehen von Außenminister Webster, sämtliche Minister von ihren Ämtern zurück, Tyler selbst wurde aus der Partei ausgeschlossen und regierte praktisch seine gesamte Amtszeit hindurch gegen die Whigs. Indem er John C. Calhoun, den Praeceptor der Südstaaten-Demokraten, zum Minister ernannte, stellte er sich eindeutig auf die Seite der Sklavereibefürworter und verhinderte auch politisch jede Maßnahme, welche die "besondere Institution" eingeschränkt hätte. Gegen den Widerstand der meisten Nordstaaten erreichte es Tyler 1845 wenige Tage vor dem Ende seiner Präsidentschaft, daß Texas formell in die Vereinigten Staaten aufgenommen wurde. 1861 begüßte er die Sezession der Südstaaten und ließ sich in das Repräsentantenhaus der Konföderation wählen.
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10. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika | |||||
| Regierungszeit: | 1841 1845 (zuvor Vizepräsident) | ||||
| Parteizugehörigkeit: | Whig (1841 ausgeschlossen) | ||||
| Heimatstaat: | Virginia (Südstaat) | ||||
| Haltung zur Sklaverei: | pro (Sklavenhalter) | ||||
Sohn eines reichen Baumwollpflanzers, Rechtsanwalt, Vater von 14 Kindern (aus zwei Ehen). Tyler war der letzte waschechte Südstaaten-Aristokrat im Weißen Haus, gleichzeitig der erste Präsident, der nicht gewählt worden, sondern als Vizepräsident durch den Tod des Vorgängers in das höchste Amt aufgerückt war. Abgestoßen von Jackson und seiner Politik, hatte er sich in der 1830er Jahren Henry Clays Whigs angeschlossen und war von ihnen zum Vizepräsidenten Harrisons nominiert worden, um die Wahlchancen der Whigs im Süden zu verbessern, ohne dann allerdings als Präsident ihre Erwartungen zu erfüllen: Wie einst Jefferson für das Sezessionsrecht der Einzelstaaten und gegen zu starke Bundeshoheit eintretend, verhinderte er durch sein Veto die Neugründung der von Jackson zerschlagenen Nationalbank. Daraufhin traten, abgesehen von Außenminister Webster, sämtliche Minister von ihren Ämtern zurück, Tyler selbst wurde aus der Partei ausgeschlossen und regierte praktisch seine gesamte Amtszeit hindurch gegen die Whigs. Indem er John C. Calhoun, den Praeceptor der Südstaaten-Demokraten, zum Minister ernannte, stellte er sich eindeutig auf die Seite der Sklavereibefürworter und verhinderte auch politisch jede Maßnahme, welche die "besondere Institution" eingeschränkt hätte. Gegen den Widerstand der meisten Nordstaaten erreichte es Tyler 1845 wenige Tage vor dem Ende seiner Präsidentschaft, daß Texas formell in die Vereinigten Staaten aufgenommen wurde. 1861 begüßte er die Sezession der Südstaaten und ließ sich in das Repräsentantenhaus der Konföderation wählen. | |||||
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