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Lëtzebuergesch (Luxemburgisch)
aus einer Veröffentlichung des Straßburger Europaparlaments (2002)
Internetseite über die Sprachen der Europäischen Union Übersetzung:
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Zanter 1984 ass Lëtzebuergesch d'Nationalsprooch vun de Lëtzebuerger, ganz offiziell. [...] Lëtzebuergesch gëtt hautgesdags als eegestänneg Sprooch betruecht. Hir Basis ass d'Muselfränkescht als Deel vum mëtteldäitsche Sproochraum. Eelstent literarescht Sproochmonument ass d'Yolanda-Dichtong am Codex Mariendalensis aus der Zäit ëm 1290. Duerch seng peripher Lag vis-à-vis vum däitsche Sproochgebitt an d'Assimilatioun vun e sëlleche franséische Wieder huet d'Lëtzebuergescht am Verglach mat bannendäitschen Dialekter eng eegen Entwécklong matgemaach, déi sech och haut nach confirméiert. [...] An der Zäit konnt ee Lëtzebuergesch définéieren als déi vun de Lëtzebuerger ënnertenee geschwate familiär Sprooch. Haut dogéint ass et ëmmer méi och eng geschriwwe Sprooch an allen denkbare Beräicher. Seit 1984 ist Luxemburgisch die Nationalsprache der Luxemburger, ganz offiziell. [...] Luxemburgisch wird heutzutage als eigenständige Sprache betrachtet. Ihre Grundlage ist Moselfränkisch als Teil vom mitteldeutschen Sprachraum. Das älteste literarische Sprachdenkmal ist die Jolanda-Dichtung im Codex Mariendalensis aus der Zeit um 1290. Durch seine periphäre Lage am Rande des deutschen Sprachgebiets und durch die Adaption vieler französischer Wörter hat das Luxemburgische im Vergleich mit innerdeutschen Dialekten eine eigene Entwicklung durchgemacht, die sich auch heute noch weiter durchsetzt. [...] In der (früheren) Zeit konnte man Luxemburgisch als die von den Luxemburgern untereinander gesprochene Umgangssprache definieren. Heutzutage ist es immer mehr auch eine geschriebene Sprache in allen denkbaren Bereichen.
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Anmerkung zu den Übersetzungen:
Die Übersetzer waren bemüht, bei allen Texten so nah wie eben möglich am Original zu bleiben, d.h. auch – soweit dabei die Verständlichkeit der neuhochdeutschen Übertragung gewahrt bleiben konnte – den Wortlaut und die Wortstellung möglichst genau einzuhalten, um die Verwandtschaft des Wortschatzes und der Strukturen durchsichtig zu machen. Wir wissen wohl, daß es in modernen Bibeln "Führe uns nicht in Versuchung" heißt. Wenn aber in nordischen oder englischen Texten "leið" bzw. "lead" steht, schien uns die Übersetzung mit "leiten" erhellender zu sein. Es ging hier nicht darum, "schönes" Hochdeutsch zu schreiben oder Übersetzungskonventionen einzuhalten. Wo der nhd. Textsinn dadurch unklar werden konnte, sind Erläuterungen bzw. hinzuzudenkende Wörter in Klammern angeführt. Für Hinweise auf eventuelle Übersetzungsfehler sind wir jederzeit dankbar. Bitte hier klicken, um Mitteilung zu machen.

Hinweise zum leichteren Verständnis der Originaltexte:
Akzente auf Vokalen bedeuten, daß die jeweilige Silbe den Hauptton des Wortes trägt. Ein "Dach" (^) zeigt an, daß dieser Vokal lang zu sprechen ist; æ steht für den deutschen Umlaut ä, ø und œ für deutsches ö, skandinavisches å für einen offenen o-Laut (mit gerundeten Lippen). Das Thorn (groß Þ, klein þ) repräsentiert den stimmlosen englischen th-Laut (z.B. in "death"), ð stimmhaftes th wie in "that". In mehreren mittelalterlichen Texten ist u an manchen Stellen als u, an anderen als v zu lesen; entsprechend steht uu sehr oft, wie im englischen Buchstaben-Namen "double-U" noch erhalten, für das heutige w. Der letzte Hinweis gilt besonders für die altdeutschen und altniederländischen Texte.

 

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