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Leitartikel - Was hat der amerikanische
Automobil-Magnat Henry Ford mit dem deutschen Großschriftsteller
Günter Grass zu tun? Lesen Sie als Einführung zur Geschichte-Seite
den Leitartikel.
2000 bis 1000 v.Chr. Einwanderung der indoeuropäischen Völker (Italiker,
Griechen, Kelten, Slawen und Germanen) nach Europa
bis ca. 200 v.Chr. Ausbreitung der Germanen über Skandinavien, Deutschland,
die Niederlande und Polen; Unterscheidung in Nordgermanen (Skandinavier), Ostgermanen
(aus Skandinavien ausgewanderte Völker östlich der Elbe, die späteren
Teilnehmer der Völkerwanderung) und Westgermanen (in Deutschland und den
Niederlanden, die späteren Deutschen, Holländer und Engländer
Julius Caesar (100 - 44 v.Chr.), der Eroberer von Gallien und Teilen Germaniens
und Britanniens
um 120 bis 101 v.Chr. Eintritt der Germanen in die römische Geschichte:
Kimbern und Teutonen wandern nach Sturmfluten von der dänischen Nordseeküste
und der Elbe über Böhmen und Serbien in die Alpen und dringen 113
v.Chr. siegreich in das römische Reich ein
um 50 v.Chr. Eroberung Galliens (Frankreichs) und einiger germanischer Provinzen
durch Julius Caesar:
die Römer dringen im Westen bis zum Rhein, im Süden bis an die Donau
vor
9 n.Chr. Versuch der Römer unter Kaiser Augustus, Germanien bis an die
Elbe zu erobern und dem röm. Reich einzugliedern;
vernichtende Niederlage des römischen Generals Varus gegen den Anführer
der erstmals vereinigten Germanen, den Cherusker-Fürsten Arminius (Hermann)
im Teutoburger Wald;
nach dem Verlust von ca. 50000 Soldaten geben die Römer alle Eroberungspläne
in Germanien endgültig auf
Augustus, erster römischer Kaiser (27 v.Chr. - 14 n.Chr.)
Marcus Aurelius im Abwehrkampf gegen die Germanen
um 98 n.Chr. Erscheinen der "Germania" von Cornelius Tacitus (ca.
55 - 116 n.Chr)
seit 166 n.Chr. verschiedene südgermanische Völker (Markomannen, Chatten,
Alamannen) verunsichern die Nordgrenzen des römischen Reiches - Rom wächst
nicht mehr, sondern geht dank der Germanen seit Kaiser Marcus Aurelius (161
- 180, gestorben in Vindobona [Wien]) langsam seinem Untergang entgegen
um 200 Beginn der großen germanischen Völkerwanderung in Europa:
die ostgermanischen Goten, Vandalen, Burgunder und andere germanische Völker
verlassen ihre Siedlungsgebiete an der Ostseeküste und in Norddeutschland
und ziehen nach Süden; die Goten wandern durch Südost-Europa und erreichen
das schwarze Meer, dort teilen sie sich in Ostgoten und Westgoten
um 350 am schwarzen Meer in der Nachbarschaft des römischen Reiches lebend,
das seit Kaiser Konstantin dem Großen (306 - 337) christlich geworden
ist, werden die Goten Christen; der westgotische Bischof Wulfila übersetzt
die Bibel in die gotische Sprache (die ersten christlichen Germanen!)
375 bis 378 die Westgoten dringen aus Furcht vor den Hunnen, die von Asien nach
Osteuropa hereinbrechen, ins römische Reich ein (Sieg über die Römer
bei Adrianopel, 378)
um 400 Wanderung der Burgunder von Nordostdeutschland an den Rhein, dort Gründung
des legendären Wormser Burgunderreichs (407), (Nibelungenlied), das nach
Zerstörung durch den römischen Feldherrn Aetius um 443 in die Schweiz
(Genfer See) verlegt wird
Westgotenkönig Alarich erobert Rom (Zeichnung aus dem 19. Jh.)
406 Zug der ostgermanischen Vandalen westwärts über den Rhein, quer
durch Frankreich, nach Spanien (409, "Vandalusien"), von dort 429
weiter nach Nordafrika, wo sie, im heutigen Tunesien, für 100 Jahre herrschten;
mit den Vandalen zog ein Teil der ebenfalls von der Ostsee stammenden Sueven
(Schwaben) bis nach Spanien, wo sie dann den Nordwesten beherrschten, bis ihr
Reich dort von den seit 507 eingewanderten Westgoten ,geschluckt wurde;
die übrigen Sueven spalteten sich unterwegs ab und ließen sich im
heutigen Schwabenland nieder
410 die Westgoten sind seit 382 ziellos über Griechenland und Jugoslawien
nach Italien gewandert und plündern und zerstören unter ihrem König
Alarich die Stadt Rom (erstmals seit 800 Jahren, seit dem Gallier-Überfall
von 387 v.Chr., erobern Feinde die Hauptstadt des römischen Reiches!)
419 bis 507 Reich der Westgoten in Südwestfrankreich mit der Hauptstadt
Tolosa (heute Toulouse)
seit 420 norddeutsche Angeln, Sachsen und Jüten setzen über die Nordsee
nach England über und beenden die römische Herrschaft in Britannien;
zur gleichen Zeit erobern die westgermanischen Franken nach und nach fast alle
römischen Provinzen in Gallien ("Frankreich"); ebenfalls zur
gleichen Zeit setzen sich die aus Italien kommenden Westgoten in den ehemals
römischen Gebieten Südfrankreichs fest, von wo sie 507 von den Franken
unter Chlodwig vertrieben werden und nach Spanien weiterziehen; dort herrschen
sie, bis 711 die moslemischen Mauren Spanien erobern, die erst 1490 wieder nach
Afrika zurückgejagt werden konnten
seit 475 Ausbreitung der Alamannen über ganz Süddeutschland, Westfrankreich
und die Schweiz
476 Odoaker, ein germanischer Heerführer im Dienst der Römer, setzt
den letzten römischen Kaiser Romulus Augustulus vom Thron ab und übernimmt
selbst die Herrschaft; damit ist im Westen Europas die Geschichte des römischen
Reiches zu Ende; das oströmische Reich mit der Hauptstadt Konstantinopel
besteht weiter, bis es 1453 von den Türken erobert wird, aber dort spricht
man bald nicht mehr lateinisch, sondern griechisch, und dort ist man nicht römisch-katholisch,
sondern orthodox
481 bis 511 Regierungszeit des merowingischen Frankenkönigs Chlodwig: Begründung
der Merowinger- Dynastie, die bis 751 über das fränkische Reich herrschen
sollte, Zusammenschluß der niederrheinischen Stämme und Beginn der
fränkischen Expansion in der ehemaligen römischen Provinz Gallien;
Chlodwig I. läßt sich 498 als erster germanischer Herrscher katholisch
taufen
Chlodwig, Begründer der Merowinger-Herrschaft bei den Franken (Bronzefigur,
um 1500)
seit 493 Theoderich, der König der Ostgoten, die vom schwarzen Meer nach
Italien gewandert sind, regiert das ehemalige Kernland des römischen Reiches;
das ganze (west-)römische Imperium ist germanisch
507 die Franken unter Chlodwig I. verdrängen das Westgotenreich von Frankreich
nach Spanien
nach 530 Zusammenbruch der Reiche, welche die Germanischen Wandervölker
auf dem einstigen römischen Gebiet gegründet haben:
- 534 Eroberung des Genfer Burgunderreichs durch Franken
- 535 Zerstörung des nordafrikanischen Vandalenreichs durch den oströmischen
(byzantinischen) Admiral Belisar
- 553 Rückeroberung des ostgotisch beherrschten Italien durch den oströmischen
General Narses
- 711 Übernahme des Westgotenreichs in Spanien durch die arabischen Mauren
553 bis 568 Italien steht für nur 15 Jahre wieder unter römischer,
jetzt allerdings byzantinischer Herrschaft (Kaiser Justinian I., 527 - 565)
Karl Martell
Reiterstandbild Karls des Großen (Bronze, 9. Jahrhundert)
Kaiserkrönung Karls des Großen (Gemälde aus dem 19. Jahrhundert)
568 ein neues Germanenvolk dringt aus Deutschland nach Italien ein, die noch
nicht christianisierten Langobarden; sie beherrschen das Hauptquartier
des ehemaligen Römerreichs über 200 Jahre, bis sie 774 von den Franken
unter Karl I. dem Großen besiegt und dem fränkischen Großreich
einverleibt werden
711 das Westgotenreich in Spanien bricht nach inneren Machtkämpfen zusammen;
Beginn der über 700jährigen Besetzung Spaniens durch die Araber
732 Karl Martells (Großvater Karls des Großen) siegt bei Tours und
Poitiers über die von Spanien her auf das Frankenreich vorrückenden
Araber
751 Absetzung des letzten fränkischen Königs aus der Dynastie der
Merowinger; die Macht im Frankenreich übernimmt der ehemalige Hausmeier
Pippin derJüngere, der Vater Karls I. des Großen (von ihm abgeleitet
die Dynastie der "Karolinger")
772 bis 804 Karl der Große, seit 768 König der Franken, unterwirft
in jahrzehntelangen Feldzügen nach Norddeutschland die heidnischen Sachsen
seiner Herrschaft und läßt sie missionieren; fast alle Teile des
späteren Deutschlands sind erstmals unter einem Staatsverband vereinigt
774 Eroberung des italienischen Langobardenreichs und Einverleibung ins fränkische
Großreich durch Karl den Großen; das Frankenreich besteht jetzt
aus Deutschland, Frankreich, den Niederlanden und Norditalien bis über
Rom hinaus
800 Krönung Karls I. des Großen zum Kaiser des "Heiligen Römischen
Reiches" durch Papst Leo III. in Rom (Höhepunkt der fränkischen
Großmachtstellung in Europa und Übergang von der Antike zum Mittelalter)
seit 834 verheerende Überfälle der nordgermanischen Wikinger auf das
Frankenreich im Bereich der Rheinmündung und entlang der nordfranzösischen
Küste
843 die Enkel Karls des Großen teilen das Frankenreich unter sich auf:
es entstehen die Keimzellen für die späteren Nationalstaaten Frankreich
und Deutschland
911 mit dem Tod Ludwigs III. ("das Kind") sterben die deutschen Karolinger
aus; der Dynastie-Wechsel zu den sächsischen Ottonen und die damit verbundene
endgültige Abtrennung Westfrankens markiert die Entstehung der unabhängigen
Monarchien Deutschlands und Frankreichs
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