Sohn eines Plantagenbesitzers, Rechtsanwalt. Jefferson war der Hauptverfasser der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung von 1776. Washington ernannte ihn 1790 zum ersten Außenminister, doch drei Jahre später schied er im Streit aus dem Kabinett aus, weil sich bei Finanzminister Hamilton kein Wirtschaftsboykott gegen England durchsetzen ließ. Jefferson war ein Vertreter ausgeprägter Rechte der Einzelstaaten gegenüber der Bundesregierung. Obwohl durch das Wahlergebnis von 1796 zum Vizepräsidenten von Adams bestimmt, verzichtete er wegen Meinungsverschiedenheiten darauf, das Amt auszuüben. Im Jahr 1800 wurde er, nunmehr als Anführer der Republikanischen Partei, die bald „demokratisch-republikanisch“ genannt wurde und seit 1828 unter dem Namen „Demokraten“ weiterbesteht, zum Präsidenten gewählt. Ab 1804 schrieb der 12. Verfassungszusatz die getrennte Wahl von Präsident und Vizepräsident vor, deshalb werden seither beide Ämter mit Vertretern derselben Partei besetzt. In Jeffersons Amtszeit fällt die Verdoppelung des US-amerikanischen Territoriums durch Erwerb des riesigen Louisiana-Gebietes von Frankreich (1803) und das Verbot, neue Negersklaven aus Afrika einzuführen (1808). Trotz persönlichen Vorzugs für ländliche Lebensweise und agrarische Wirtschaft war Jefferson Vorbild im Hinblick auf religiöse und politische Toleranz.
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3. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika | |||||
| Regierungszeit: | 1801 1809 | ||||
| Parteizugehörigkeit: | Republikaner | ||||
| Heimatstaat: | Virginia (Südstaat) | ||||
| Haltung zur Sklaverei: | pro (Sklavenhalter) | ||||
Sohn eines Plantagenbesitzers, Rechtsanwalt. Jefferson war der Hauptverfasser der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung von 1776. Washington ernannte ihn 1790 zum ersten Außenminister, doch drei Jahre später schied er im Streit aus dem Kabinett aus, weil sich bei Finanzminister Hamilton kein Wirtschaftsboykott gegen England durchsetzen ließ. Jefferson war ein Vertreter ausgeprägter Rechte der Einzelstaaten gegenüber der Bundesregierung. Obwohl durch das Wahlergebnis von 1796 zum Vizepräsidenten von Adams bestimmt, verzichtete er wegen Meinungsverschiedenheiten darauf, das Amt auszuüben. Im Jahr 1800 wurde er, nunmehr als Anführer der Republikanischen Partei, die bald „demokratisch-republikanisch“ genannt wurde und seit 1828 unter dem Namen „Demokraten“ weiterbesteht, zum Präsidenten gewählt. Ab 1804 schrieb der 12. Verfassungszusatz die getrennte Wahl von Präsident und Vizepräsident vor, deshalb werden seither beide Ämter mit Vertretern derselben Partei besetzt. In Jeffersons Amtszeit fällt die Verdoppelung des US-amerikanischen Territoriums durch Erwerb des riesigen Louisiana-Gebietes von Frankreich (1803) und das Verbot, neue Negersklaven aus Afrika einzuführen (1808). Trotz persönlichen Vorzugs für ländliche Lebensweise und agrarische Wirtschaft war Jefferson Vorbild im Hinblick auf religiöse und politische Toleranz. | |||||
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