SPRACHGESCHICHTE > TEXTPROBEN GERMANISCHER SPRACHEN > FäRöISCH


Geschichte-Startseite
Färöisch (heutiger Sprachzustand)
aus einer färöischen Bibel der Gegenwart
 
Text: Matthäus VI., 9 - 13 Übersetzung:
zurück
Faðir okkara, tu sum ert i himlinum. Heilagt verði navn titt, komi riki titt, verði vilji tin, sum i himlinum, soleiðis eisini a jørðini, gev okkum i dag okkara dagliga breyð, og fyrigev okkum skuldir okkara, sum vit eisini fyrigeva teimun, ið okkum skylda, og leið okkum ikki i freistingar, men frels okkum fra ti illa. Ti titt er rikið og maktin og æran i allar ævir. Vater unser, der du bist im Himmel. Geheiligt werde dein Name, komme dein Reich, werde dein Wille, wie im Himmel, ebenso auch auf der Erde, gib uns heute unser tägliches Brot, und vergib uns unsere Schuld, wie wir auch vergeben denen, welche uns schulden, und leite uns nicht in Versuchung, doch befreie uns von dem Übel. Denn dein ist das Reich und die Macht und die Ehre in aller Ewigkeit.
alle Textproben anzeigen zur Textproben-Auswahl

Anmerkung zu den Übersetzungen:
Die Übersetzer waren bemüht, bei allen Texten so nah wie eben möglich am Original zu bleiben, d.h. auch – soweit dabei die Verständlichkeit der neuhochdeutschen Übertragung gewahrt bleiben konnte – den Wortlaut und die Wortstellung möglichst genau einzuhalten, um die Verwandtschaft des Wortschatzes und der Strukturen durchsichtig zu machen. Wir wissen wohl, daß es in modernen Bibeln "Führe uns nicht in Versuchung" heißt. Wenn aber in nordischen oder englischen Texten "leið" bzw. "lead" steht, schien uns die Übersetzung mit "leiten" erhellender zu sein. Es ging hier nicht darum, "schönes" Hochdeutsch zu schreiben oder Übersetzungskonventionen einzuhalten. Wo der nhd. Textsinn dadurch unklar werden konnte, sind Erläuterungen bzw. hinzuzudenkende Wörter in Klammern angeführt. Für Hinweise auf eventuelle Übersetzungsfehler sind wir jederzeit dankbar. Bitte hier klicken, um Mitteilung zu machen.

Hinweise zum leichteren Verständnis der Originaltexte:
Akzente auf Vokalen bedeuten, daß die jeweilige Silbe den Hauptton des Wortes trägt. Ein "Dach" (^) zeigt an, daß dieser Vokal lang zu sprechen ist; æ steht für den deutschen Umlaut ä, ø und œ für deutsches ö, skandinavisches å für einen offenen o-Laut (mit gerundeten Lippen). Das Thorn (groß Þ, klein þ) repräsentiert den stimmlosen englischen th-Laut (z.B. in "death"), ð stimmhaftes th wie in "that". In mehreren mittelalterlichen Texten ist u an manchen Stellen als u, an anderen als v zu lesen; entsprechend steht uu sehr oft, wie im englischen Buchstaben-Namen "double-U" noch erhalten, für das heutige w. Der letzte Hinweis gilt besonders für die altdeutschen und altniederländischen Texte.

 

Seitenanfang
Sprachgeschichte
zurück